Wandpark Hengescht SA

Der Anfang der 90er-Jahre erstellte luxemburgische Windatlas der Agence de l’Energie hatte ergeben, dass das Umfeld von Heinerscheid ein sehr günstiger Standort für einen Windpark ist. Die CEGEDEL hatte zwischen 1993 und 1995 eine Windmessstation in Kaesfurt betrieben, und die guten Windverhältnisse (5,7m/s) wurden bestätigt. Der Schanck-Haff bewirtschaftete einige Flächen im Umfeld der Messstation, und so entstand die Idee, dass man als ökologischer Landwirtschaftsbetrieb durchaus auch in den Sektor der Gewinnung regenerativer Energien einsteigen könnte – umso mehr, als schon erste Großunternehmer unterwegs waren, um interessante Flächen mit demselben Ziel zu pachten. Die dann eingeholten Erfahrungen der Betreiber des kurz zuvor erstellten Windparks in Koxhausen auf der anderen Seite des Our-Tals, Georg Högner und Manfred Kölsch, führten 1995 zur Gründung der Hëpperdanger Wandenergie sàrl. Damit war nun ein weiteres Unternehmen unterwegs, das sich bei den zuständigen Instanzen um Einspeisungsrechte und Genehmigungen bewarb.

1996 beauftragte der Gemeinderat von Heinerscheid die Agence de l’Energie damit, ein Konzept für die Nutzung von Windenergie in der Gemeinde auszuarbeiten. In der Folge setzte er sich mit Blick auf eine ordnungsgemäße Abwicklung des Projektes dafür ein, dass die verschiedenen Bewerber zusammen ein Gesamtvorhaben angehen und zu diesem Zweck eine gemeinsame Gesellschaft gründen, um den Windpark zu planen, zu bauen und zu betreiben.

Nach anfänglich etwas schwierigen Verhandlungen erfolgte am 6. März 1998 die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit folgenden Hauptmerkmalen:

  • Firmenname: „WANDPARK GEMENG HENGESCHT SA“,
  • seit Sommer 2013: WANDPARK HENGESCHT SA“
  • Sitz: Maison 21 /  L-7753 Heinerscheid
  • Gesellschaftsgegenstand: die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen auf dem  Gebiet der Gemeinde Heinerscheid (ab 2013 Gemeinde Clervaux und angrenzende Stellen) sowie sämtliche Tätigkeiten, welche mit Vorstehendem in unmittelbaren oder mittelbarem Zusammenhang stehen.
  • Gesellschaftskapital: das Gesellschaftskapital beträgt inzwischen 4,8 Mio. Euro, nachdem im Jahr 2002 eine erste Kapitalerhöhung für die Investition der Bauphase III und im Herbst 2016 eine weitere für die Investition der Bauphase V und VI vorgenommen wurde.

 

(*) Die Hëpperdanger Wandenergie Gesellschaft sàrl hatte das notwendige Kapital über Darlehen von Kunden und Freunden des Schanck-Haff gesammelt.

(**) Die Gemeinde Heinerscheid hatte von Anfang an vorgesehen, die Aktien nur treuhänderisch zu halten. Kurz nach der Gründung wurden diese Aktien allen BürgerInnen der Gemeinde angeboten und dann in der Folge ein Teil davon an Interessenten verkauft.